Autor Thema: Event-Wochenende  (Gelesen 978 mal)

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Event-Wochenende
« am: 06. Februar 2004, 17:08:42 »
"Des Magiers letzter Streich"
Bestürzt über die plötzliche Vermehrung der Fuchspopulation in der Region, erbat der örtliche Förster Hilfe bei freiwilligen Jägern.

Er wußte nicht, daß hier gar üble Magie am Werke war. Denn ein verrückter Magier aus Hibernia hatte sich, bevor er dahinschied, einen Scherz erdacht. Für jedes getötete Huhn solle ein Fuchs geboren werden. Für jeden getöteten Fuchs ein Wildschwein, und für jedes getötete Wildschwein ein Huhn. Als er seinen Zauber aussprach, erschuf er von jedem Typ vierundvierzig Tiere und verteilte sie gleichmäßig in den Grenzgebieten : Füchse in Albion, Hühner in Hibernia, Wildschweine in Midgard.

Welches Reich würde zuerst Herr dieser Plage werden ?


Orte der Veranstaltung : Albion (Hadrian's Wall), Hibernia (Emain Macha), Midgard (Odin's Gate)


Beginn der Veranstaltung : 07.02.2004, ca. 17 Uhr


Zusätzliche Informationen : Während des Events werden an den Festungen Sauvage, Druim Ligen, sowie Svasud Faste, Förster über den aktuellen Stand der Dinge Auskunft geben und euch wissen lassen, wie viele Tiere noch getötet werden müssen.

Die Tiere verstecken sich gut. Viele von ihnen sind erst aus nächster Nähe sichtbar. Sie halten sich ausschließlich in den oben genannten Zonen auf.



Special Encounter

Zum Gruße, Bürger. Mein Name ist Richard McCaughley, ich diene der Nachtwache von Camelot. Ich will euch von jenen schrecklichen Ereignissen berichten, welche sich in der vergangenen Nacht während meines Rundgangs zugetragen haben.

Es war schlag Mitternacht, der Vollmond stand hell am Himmel. Gerade erst hatte ich den Gefreiten Bob Bobbelson abgelöst, als ich im Nebel der Nacht zwei Augen erspähte. Grün funkelnd wie das Gift der Hölle, starrten sie mich aus der Ferne an.

Ich informierte den Feldwebel, und kurze Zeit später standen alle von uns hoch oben in den Zinnen der Stadtmauern, in den Bann der grünen Teufelsaugen gezogen und leise in den Nebel starrend.

Kein Laut war zu hören, selbst der Fluß schien in dieser Nacht stillzustehen, bis wir das klirrende Geräusch von Schwertern und den dumpfen Hall von Schilden vernahmen, die von etwas sehr Großem getroffen wurden, so schien es.

Wir versuchten den Ursprung der Geräusche in der Dunkelheit auszumachen, und waren schnell sicher : Sie kamen von dem Ort, von dem das tödlich-grün funkelnde Licht ausging.

Der Feldwebel sprach aus, was wir alle insgeheim befürchtet hatten. "Ich brauche drei Freiwillige !", rief er aus. "Wir sind die Wache von Camelot ! Wir sind für die Sicherheit der Bürger verantwortlich, und wir lassen uns nicht von zwei Laternen im Nebel verängstigen. Zu den Waffen !"

Wenig später zogen wir aus - bis an die Zähne bewaffnet mit Hellebarden, in voller Kettenrüstung und von Mannshohen Schilden geschützt - um den Ort der Geschehnisse aufzusuchen.

Als wir näher kamen, bot sich uns ein Bild des Schreckens. Ein Banner, blutrot wie die Hölle selbst, stach hinter einem Hügel hervor. Leider sollte der Feldwebel nicht recht behalten, denn das grüne Licht war alles andere als zwei schummrig scheinende Laternen. Der Banner wurde geziert von einem garstigen Totenschädel, dessen leuchtende, Smaragdgrüne Augen den Nachthimmel in furchterregende Farben tauchten und die Gesichter der Männer wie verzerrte Fratzen aussehen ließen.

Unsere Angst herunterschluckend, versuchten wir einen Überblick über das Scharmützel zu gewinnen, welches hier entbrannt war. Die Dorfbewohner befanden sich im Kampfe mit mehreren Kreaturen, deren Anführer ein Koloss aus Muskeln war. Es bestand kein Zweifel an seiner Identität : Es war Orgwarth der Schlächter, ein mordender Unhold aus alter Zeit.

Todesmutig sprintete unser Feldwebel in das Kampfgetümmel, und wir folgten ihm zögernd. Äxte, Heugabeln und Hellebarden streckten schnell die Monster nieder, welche Orgwarth zur Seite standen. Doch ihm selbst war kein Haar zu krümmen. Mit jedem Treffer, mit jedem Schlag schien er stärker zu werden, und ich will verflucht sein wenn es eine Lüge ist - zu wachsen.

Viele von uns ließen ihr Leben an diesem verfluchten Ort, bis wir Verstärkung von Magiern der Akademie zu Camelot erhielten. Gemeinsam mit ihnen konnten wir Orgwarth den Schlächter besiegen, und allein ihren Heilzaubern verdanke ich, daß ich heute nicht von einem losen Steinhaufen bedeckt bin, in dessen Spitze ein hölzernes Kreuz eingebettet wurde.

Als Orgwarth zu Boden sank und seine dunkle Seele mit einem Aufschrei im Nebel versank, verschwand vor unseren Augen auch plötzlich das blutrote Banner - Als wäre es vom Teufel selbst davongetragen worden.

Als wir uns umsahen, schien alles friedlich wie zuvor. Wir fanden keinerlei Blutspuren, selbst die Leichen der Kreaturen die wir erlegt hatten, waren spurlos verschwunden.

Verwirrt, aber glücklich am Leben zu sein, kehrten wir nach Camelot zurück, wo uns der Hauptmann berichtete, es hätte bereits früher Zwischenfälle dieser Art gegeben, jedoch hätte bislang niemand glaubwürdige Aussagen darüber machen könnnen. Selbst aus den Reichen der Nordmänner und der Kelten seien bereits Berichte über furchterregende Kreaturen im Zeichen des blutroten Banners zu uns gedrungen. All die Gerüchte über aussergewöhnliche Fähigkeiten dieser Monster erschienen plötzlich in einem anderen Licht. Schließlich hatten wir es gerade mit eigenen Augen gesehen.

Dunkle Zeiten standen uns bevor, das war gewiß.
Intelligenz ist Wissen wo man nachzuschauen hat